Desktop Firewall / ExFeatures - Personal Protector
Ein Personalprotektor setzt direkt auf dem Firewallmodul auf und gehört zu den Content Filtern. Er lässt sich mit personenbezogenen Daten wie Namen, Adresse oder Kreditkarteninfos füttern und soll verhindern, dass die angegebenen Einträge ins Netz übermittelt werden. Leider funktioniert dies nicht, wenn die Daten verschlüsselt sind, was in der Regel der Fall ist, wenn eine Malware die Daten ins Netz sendet. Ein fragwürdiger Schutz also, da die Firewall eine Sicherheit vortäuscht, die es effektiv nicht gibt. Schlimmer noch: Alle geheimen Daten liegen so zentral an einer Stelle. Gelingt es einem Eindringling, auf diese Daten zuzugreifen, so stehen ihm mit einem Schlag alle schützenswerten Informationen zur Verfügung. Nicht zuletzt lassen sich auch Attacken von außen auf Personalprotektoren vornehmen, welche z.B. über das Internet alle möglichen Zahlenkombinationen abfragen und so anhand der gesperrten Zahlen erkennen, welche PINs der Anwender im Personalprotektor hinterlegt hat, etc.
Im Klartext schafft der Personalprotektor hier zusätzliche Angriffspunkte, die es ohne ihn nicht gibt. Zudem kann er die Übermittlung schützenswerter Daten über das Netz nicht wirklich verhindern, schafft dafür aber eine Grundlage für zahlreiche, unbegründete Fehlermeldungen. Man kann also nur davon abraten, ihn zu verwenden.
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