Diskussion:Proxy
DSL-Router
DSL-Router sind doch in den meisten Fällen Router, die nach dem PAT-Prinzip arbeiten. Warum diese Router hier als Proxy bezeichnet werden, ist mir unklar. Pakete werden auch nicht näher ausgewertet, sondern gemäß der Routingtabelle weitergeleitet. -- 128.7.3.55 08:12, 13. Jul 2006
Kann man deine Definition eines Router irgendwo nachlesen? Ich wuerde die Unterscheidung weniger an den Schichten aus denen der Router seine Infos holt festmachen. Meinem verstaendnis nach liegt der wesentliche unterschied zwischen Router und Proxy darin das ein Router die Pakete anhand der Informationen aus dem Verkehr schlicht weiterleitet, wogegen ein Proxy stellvertretend fuer einen Client eine eigene Verbindung aufbaut. -- Anonymous Coward 19:13, 19. Jun 2007
- Zwei Missverständnisse meinerseits: Nach Aufkommen der ersten Firewalls bezeichnete man den Modus, in dem sich eine Firewall transparent (nahezu unsichtbar) zwischen beide Netzwerke legt, als „Router-Modus“. Stellte sich die Firewall hingegen für beide Kommunikationspartner sichtbar zwischen das Quell- und Zielsystem, so nannte man dies den „Proxy-Modus“, wobei man sich damit zunächst auf „circuit level Proxies“ bezog (nicht zu verwechseln mit dem wesentlich jüngeren Begriff ‚Proxyfirewall’, der sich auf eine Application Level Firewall bezieht).
- Der circuit level Proxy, die erste Form eines Proxys überhaupt, realisiert die Adressumsetzung als _NAT-Gerät_ und operiert auf der OSI-Schicht 3 und 4. Solche (Layer 3 + 4) Proxies reichen die Pakete schlicht durch, ohne die Verbindungen selbst zu terminieren. Demnach würden sämtliche NAT-Geräte zu den Proxies gehören, wobei es einen NAT-Router nicht geben dürfte (dies wäre ein Widerspruch in sich).
- Diese Erkenntnis wurde - kurz bevor ich die Artikel geschrieben hatte - durch eine weite ergänzt: Während meiner Programmierarbeit an einem Projekt, indem es um Multicast ging, kam ich zu den Schluss, dass eine Adressumsetzung erst ab der OSI-Schicht 4 möglich sei, da sonst das Paket durch die Manipulation der Adresse seine Gültigkeit verliert. Das unterstreicht die obige Sichtweise, die ich auch durch weitere Artikel bestätigt fand. Wie ich heute weiß, bezog sich diese „Erkenntnis“ allerdings auf ein Missverständnis. Und plötzlich liest sich alles vollkommen anders…
- Von dem Sonderfall des circuit level Proxys einmal abgesehen, nimmt NAT tatsächlich eine heute zu vernachlässigende und daher kaum beachtete Rolle unter den Proxies ein. Die Art der oben genannten Unterteilung hat sich allgemein nicht durchgesetzt. Heute gehört NAT mehr zur Domäne der Router. Dagegen zeichnet sich ein Proxy eher durch die im Anfang des Artikels beschriebenen Arbeitsweise aus. Die Artikel wurden entsprechend angepasst. Ihr habt also Recht und ich habe mich schlicht geirrt. Sorry. -- NeonZero 11:51, 17. Nov 2007 (CET)
Die OSI Schichten besagen ja auch nur was ein Gerät der jeweiligen Schicht mindestens können muss. Aber jeder Hersteller kann diesen Geräten ja noch zusätzliche Funktionen einbauen. Zur Definition eines Routers kann man eigentlich nur sagen: Ein Router verbindet Rechnernetze. -- 05:12, 9. Nov 2007 217.84.135.37
- Naja, einigen wir uns darauf, dass ein Router Subnetze (IP-Domänen) miteinander verbindet. NAT, ein technisches Verfahren zur Adressumsetzung, eignet sich zwar zur Verbindung unterschiedlicher Rechnernetze, hat aber erst einmal nichts mit einem Router (oder genauer: nichts mit Routing) zu tun. Es ist einfach ein zusätzliches Feature, welches in verschiedenen Geräten (auch Proxies – siehe circuit level Proxy) zum Einsatz kommen kann. Es ist in etwa so, wie bei einem DSL-Router, der mit und ohne integriertem DSL-Modem erhältlich ist. Ein DSL-Router wird dadurch aber noch lange nicht zu einem Modem. -- NeonZero 11:51, 17. Nov 2007 (CET)
|